Gefühlt war es ewig geschlossen, tatsächlich ging aber alles irrsinnig schnell: nach nur anderthalb Jahren Bauzeit wird Ende Februar 2026 das Kino International (Architekt Josef Kaiser, eröffnet 1963) in der Berliner Karl-Marx-Allee wiedereröffnet. Im Rahmen der denkmalgerechten Generalsanierung, die eng vom Landesdenkmalamt Berlin geleitet und unter anderem von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz gefördert wurde, wurde insbesondere die Kinotechnik aktualisiert. Ein neuer Laserprojektor, eine neue Tonanlage und neue Lautsprecherboxen werden das Kinoerlebnis auf den neuesten Stand des Filmgenusses bringen, während der Saal mit seinen blauen Polstersesseln und das berühmte Foyer im ersten Stock weitestgehend im Ursprungszustand erhalten werden konnten.

Nur der Parkettboden, auf dem die Besucher:innen im Foyer stehen, wenn sie durch die bodentiefen Fenster auf das kulturelle und gesellschaftliche Zentrums des zweiten Bauabschnitts der Ost-Berliner Vorzeigestraße blicken, musste ausgetauscht werden. Zahlreiche Absätze eleganter Schuhe haben ihn wohl sehr beansprucht, bei den Premieren, die hier zu DDR-Zeiten gefeiert worden waren ebenso wie nach der Wende, beispielsweise während der Berlinale. Wenn die diesjährige Ausgabe des Filmfestivals vorbei ist, am 26. Februar 2026, wird das Kino International wieder für das Publikum eröffnet werden. Wirklich flott wieder flott gemacht. Man darf gespannt sein. (pk, 22.2.26)

Berlin, Karl-Marx-Allee, Kino International, Architekt Josef Kaiser, 1961-1963 (Bild: Yorck Kinogruppe / Daniel Horn, 2026)

Berlin, Karl-Marx-Allee, Kino International, Architekt Josef Kaiser, 1961-1963 (Bild: Yorck Kinogruppe/Daniel Horn, 2026)

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