Darstellung der dreistufigen Mondbasis aus aufblasbaren Modulen, um 1972 (Bild: © Barmin Design Bureau of General Engineering)

Fly me to the moon

Gut, es ist nicht mehr 50, sondern bereits 51 Jahre und ein paar Tage her, dass der erste Mensch auf dem Mond den ersten bedeutsamen Schritt tat: Am 21. Juli 1969 wurde aus einem alten Sehnsuchtsort ein sehr realer Himmelskörper. Mit Weltraummissionen wie Luna, Ranger oder Apollo dachte man ernsthaft darüber nach, wie eine Siedlung auf dem Mond aussehen könnte. Aus den naiven Fantasien der Raumfahrtpioniere wurde eine „lunarer Architektur“ mit eigener Typologie – so die These des „Architekturführers Mond“, erschienen bei DOM Publishers.

Der Autor Paul Meuser hat alle architektonischen Planungen seit der Mondlandung von Luna 2 im Jahr 1959 zusammengetragen: vom sowjetischen und US-amerikanischen Weltraumrennen bis zu gegenwärtigen Missionen von Japan, Europa, China, Indien und Israel. Die Architektinnen Galina Balaschowa (Russland) und Olga Bannova (USA, University of Houston) beschreiben die Innenarchitektur einer Mondlandefähre und einer künftigen Weltraumstation. Alexander Gluschko (Sohn des Chefingenieurs des sowjetischen Raumfahrtprogramms Walentin Gluschko) umreißt ein – nie ausgeführtes – sowjetisches Mondprogramm. Nicht zuletzt porträtieren Brian Harvey (China) und Gurbir Singh (Indien) die gegenwärtige chinesische und indische Mondraumfahrt. (kb, 28.8.20)

Meuser, Paul, Architekturführer Mond, Dom Publishers, Berlin 2019, 135 x 245 mm, 368 Seiten, 830 Abbildungen, Softcover, ISBN 978-3-86922-669-9, auch erschienen in englischer Sprache, ISBN 978-3-86922-670-5.

Darstellung der dreistufigen Mondbasis aus aufblasbaren Modulen, um 1972 (Bild: © Barmin Design Bureau of General Engineering)