Schnappschuss in der Ausstellung "Stadt. Mensch. Geschichten. - Altenburger Fotoatelier Arno Kersten 1867-1938" in Altenburg (Bild: Fotobox)

„Jetzt bitte nicht bewegen“

Wer aus dem Selfiealter raus ist (oder nie reingekommen), der ist in diesen Wochen in Altenburg gut aufgehoben. Im örtlichen Residenzschloss können Fotobegeisterte aktuell einen einzigartigen Nachlass bestaunen: das Atelier Arno Kersten, genauer gesagt eine Auswahl aus 20.000 seiner Glasplattennegative, viele Teile der Studioausstattung und Geschäftskorrespondenz aus acht Jahrzehnten. Denn durch acht Jahrzehnte, von 1867 bis 1938 haben die Mitglieder der Familie das Leben in und um Altenburg dokumentiert – vom Architekturfoto bis zum Personenporträt.

Eigens produzierte Filme liefern in der Ausstellung den geschichtlichen Kontext einzelner Bildmotive aus einer Zeit, als Fotografie noch eine zeitraubende Angelegenheit war. Gezeigt werden Reroduktionen und Originale sowie Teilen der Studioausstattung in einem nachgestellten „Glashaus“. Die Ausstellung „Stadt. Mensch. Geschichten.“ ist noch bis zum 27. Oktober im Residenzschloss Altenburg zu sehen. Solange steht hier auch eine digitale Fotobox mit historischen Kostümen zum Eigenexperiment bereit. (kb, 25.6.19)

Titelmotiv: Schnappschuss in der Ausstellung „Stadt. Mensch. Geschichten. – Altenburger Fotoatelier Arno Kersten 1867-1938“ in Altenburg (Bild: Fotobox)