Frankfurt: Foyer der UB wird saniert

Frankfurt/M., Unibibliothek (Bild: Foundert, CC BY SA 2.0)
Bleibt erstmal, wo sie ist: die 1964 eröffnete UB in Frankfurt/M. (Bild: Foundert, CC BY SA 2.0)

Der Umzug der Frankfurter Universität vom Campus Bockenheim ins Westend läuft weiter. Die Zukunft der denkmalgeschützten Universitätsbibliothek ist hierdurch noch ungeklärt. Trotzdem gibt es gute Nachrichten: Die Eingangshalle wird demnächst saniert und umgestaltet, später auch einige Schäden an der Fassade behoben. Im Herbst 2014 hat das Denkmalamt die maroden Stellen begutachtet und konnte keine konstruktiven Schäden feststellen. Die letzte Renovierung des 1964 eingeweihten Baus liegt gut 20 Jahre zurück, und irgendwann wird die UB wohl auch Richtung Westend umziehen. Doch wann, steht laut dem Sprecher der Goethe-Universität Dirk Frank „in den Sternen.“ Voraussichtlich bis 2026 werde man am alten Platz bleiben.

Die Universitätsbibliothek gilt als das letzte Projekt von Ferdinand Kramer (1898-1985), der zwischen 1952 und 1964 verantwortlicher Universitätsbaumeister in Frankfurt war. Bis zum 1. Mai kann man derzeit im Deutschen Architekturmuseum Frankfurt (DAM) noch die Ausstellung „Linie Form Funktion – Die Bauten von Ferdinand Kramer“ besuchen. Hier offenbart sich dem erstaunten Besucher auch, dass wohl nicht die UB, sondern das Juridicum (1970) der letzte Uni-Bau von Ferdinand Kramer sein dürfte. Es wurde zwar unter seinem Nachfolger Heinrich Nitschke errichtet, doch anhand vorliegender Kramer-Pläne von 1962 scheint dessen Urheberschaft klar. (db, 1.2.16)