Frankfurt: Wohnen in der City

Hat wohl keine Zukunft mehr: Das 1969-71 errichtete "Investment Banking Center" der Deutschen Bank (Bild: Mylius, GFDL 1.2)
Wohl ohne Zukunft: das „Investment Banking Center“ (1969-71) der Deutschen Bank (Bild: Mylius, GFDL 1.2)

In der Bankenmetropole Frankfurt sind Millionendeals alltäglich. Einer fand Anfang November statt: Die Deutsche Bank verkaufte ihr 16.000 Quadratmeter großes Areal in der City an den Investor Groß und Partner. Derzeit stehen am alten Stammsitz noch etliche Bauten der 1950er bis 1970er Jahre, die bis 2017 geräumt werden und einer Neubebauung weichen sollen. Favorisiert sind derzeit mehrere Wohntürme. Andreas Torner, Vorsitzender der regionalen Geschäftsleitung Region Mitte der Deutschen Bank, sagte der FNP, „das Unternehmen konsolidiere seine Standorte in Frankfurt und mache den Weg frei für eine städtebauliche Neuordnung“.

Planungsdezernent Olaf Cunitz (Grüne) erwartet „durch die bevorstehenden Veränderungen in erster Linie eine weitere Belebung des Bankenviertels.“ Wie das aussehen könnte, soll ein städtebaulicher Ideenwettbewerb ergeben, den der neue Eigentümer ausgeschrieben hat. Sehr wahrscheinlich ist jedoch, dass hiermit ein weiterer Bau der frühen Hochhausgeneration fällt: Das 1969-71 vom Wiesbadener Architekten Franz Wilhelm Simon gestaltete „Investment Banking Center Frankfurt“, das sich zumindest äußerlich nahezu im Originalzustand präsentiert. Mangels Denkmalschutz ist der Bau in der Formensprache des International Style wohl kaum zu retten. Erhalten bleiben dürfte hingegen das 1962 fertiggestellte Hauptgebäude in der Junghofstraße, das unter Schutz steht. (db, 23.11.15)