Frankfurts Fünfziger

Der Architekturführer porträtiert 10 Jahre Frankfurter Baugeschichte (Bild: Niggli-Verlag)
Der Architekturführer porträtiert 10 Jahre Frankfurter Baugeschichte (Bild: Niggli-Verlag)

2014 begann man mit dem Abriss des historischen Gebäudes der Oberfinanzdirektion in Frankfurt am Main. Es stand sinnbildlich für die Frankfurter Nachkriegsarchitektur und das Selbstverständnis der Stadt in der jungen Bundesrepublik. Seit Anfang dieses Jahres ist es verschwunden. Der jüngst erschienene Architekturführer „Frankfurt 1950-1959“ garantiert ihm jedoch ein Nachleben – genau wie neun weiteren Frankfurter Ikonen der Nachkriegsarchitektur.

Das von Wilhelm Opatz und dem Deutschen Werkbund Hessen herausgegebene Buch porträtiert stellvertretend für jedes der Jahre 1950 bis 1959 ein herausragendes Frankfurter Bauwerk in Text und Bild. Dabei widmet es sich neben der Oberfinanzdirektion unter anderem der Kleinmarkthalle, dem Junior-Haus, der Herz-Marien-Kirche oder auch einem markanten Wohnhaus im Oeder Weg, das durch seine mit gelbem Klinker verkleideten Balkone vom Sehen her wohl jedem Frankfurter bekannt ist. Die Porträts werden von Aufsätzen von Astrid Hansen, Dieter Bartetzko, Stefan Timpe, Lore Kramer u. a. begleitet. Der Band bildet den Auftakt einer Reihe, die auch die folgenden Frankfurter Jahrzehnte und ihre Architektur in den Blick nehmen möchte. (jr, 7.2.15)

Deutscher Werkbund Hessen/Wilhelm Opatz (Hg.), Frankfurt 1950-1959. Architekturführer. Niggli Verlag, Zürich 2014, ca. 160 Seiten, 60 Abbildungen ISBN 978-3-7212-0906-8.