Frappant, frappant!

Das "frappant" in den frühen 1970er Jahren (Bild: privat)
Das „frappant“ in den frühen 1970er Jahren (Bild: privat)

Als eine der ersten westdeutschen Fußgängerzonen wurde die Hamburger Neue Große Bergstraße in den 1950er Jahren eröffnet. Das „Einkaufsparadies für Hausfrauen“ war in Altona Mitte so beliebt, dass hier ab 1968 das Einkaufszentrum „frappant“ geplant und gebaut wurde. Der Charme der Utopie in Beton mit Restaurants und Läden war jedoch schnell verblasst. Seit Ende der 1970er Jahre kämpften die Straße und das „frappant“ mit einem immer schlechter werdenden Image. Der Abgesang auf die Große Bergstraße gipfelte 2011 mit dem Abriss des „frappant“. Andere sehen darin einen Kaufrausch-Neubeginn: 2014 hat an der Stelle des „frappant“ eine IKEA-Filiale eröffnet.

Mit ihrem Vortrag „Frappant, frappant! (Kauf-)Rausch und Abgesang in der Altonaer Großen Bergstraße. 1954 bis in die Gegenwart“ stellt die Architekturhistorikerin Sylvia Necker am 31. August 2014 in Hamburg die wechselvolle Geschichte dieses Großbaus vor. Die Veranstaltung steht im Rahmen der Ausstellung „Vom Zustand der Stadt“ der Hamburger Architekturfotografin Johanna Klier. Und, wenn Sie sich bis dahin schon einmal warmlesen möchten, werfen Sie doch einen Blick in den Beitrag von Sylvia Necker im neuen moderneREGIONAL-Heft. (kgb, 22.8.14)