Lea Grundig: Porträt der Architektin Iris Dullin-Grund, 1969 (Foto: © Privatbesitz)

Frau Architekt wandert

Frauen sind seit über 100 Jahren aktiver Teil des Architekturberufs, doch waren sie dabei lange (fast) unsichtbar. Das möchte die Ausstellung „Frau Architekt“ ändern, indem sie prägende Büropartnerinnen, Baudezernentinnen und Hochschullehrerinnen der Moderne ins Rampenlicht rückt. Eine – wenn auch späte – Ehrenrettung, aber zugleich ein bleibender Ansporn. Denn nur 31 Prozent dieses Berufsstandes (so die Zahlen der Ausstellungsmacher) sind heute Frauen.

Die Schau war 2017 zum ersten Mal erfolgreich zu sehen im Deutschen Architekturmuseum (DAM) in Frankfurt am Main. Nun bringen Baukultur Nordrhein-Westfalen und die Architektenkammer Nordrhein-Westfalen „Frau Architekt“ in Kooperation mit dem DAM vom 12. August bis zum 2. Oktober 2020 nach Düsseldorf (Haus der Architekten). Dafür werden Elemente der Frankfurter Ausstellung ergänzt um einen neuen, vom Museum für Baukultur kuratierten NRW-Schwerpunkt: Architektinnen aus der Zeit vom späten Kaiserreich bis in die 1970er Jahre. (kb, 28.7.20)

Lea Grundig: Porträt der Architektin Iris Dullin-Grund, 1969 (Foto: © Privatbesitz)