Ray Eames fotografiert 1962 das „Tandem Seating“ im Eames Studio (Bild: Eames Collection Vitra Design Museum, © Eames Office LLC)

Frauen in Vitra

Zum fünften Geburtstag des Vitra Schaudepots wählt das Design Museum ein Jahresthema – ein neues Prinzip, das auch in den kommenden Jahren gelten soll. Den Anfang macht man mit dem besonderen Blick auf das Wirken von Gestalterinnen vor allem von Möbeln. Damit will man vor Ort ein Zeichen setzen, um die weibliche Seite des Designs stärker ins öffentliche wie fachliche Bewusstsein zu rücken. Denn häufig ist der Anteil von Frauen in Büros, Kollektiven und Partner:innenschaften wenig bekannt und noch weniger sichtbar. Vor diesem Hintergrund versteht sich das Schaudepot als Labor, um neue Perspektiven stark zu machen und Diskussionen anzustoßen.

In der aktuellen Ausstellung „Spot On“ dreht sich um Designerinnen wie Inga Sempé, Reiko Tanabe, Matali Crasset, Gunjan Gupta oder Ray Eames. Dabei sollen immer wieder Exponate ausgetauscht werden, um Besonderheiten und neue Erwerbungen der Sammlung hervorheben zu können. Aber auch moderne Klassiker kommen immer wieder zu ihrem Recht, darunter der Mesa Table der Architektin und Pritzker-Preisträgerin Zaha Hadid oder der Stahlrohrstuhl der Finnin Maija-Liisa Komulainen. Gastkuratorinnen werden das Werk von Design-Newcomerinnen in Szene setzen. Der Jahresschwerpunkt soll sich ab dem 25. September 2021 fortsetzen mit der Ausstellung „Here We Are! Frauen im Design 1900 – heute“, dieses Mal im Hauptgebäude des Museums mit dem Blick auf unterschiedliche Gattungen der Produktgestaltung und deren sozialgeschichtlichen Hintergrund seit dem frühen 20. Jahrhundert. Die aktuelle Ausstellung „Spot On“ ist im Vitra Schaudepot (Charles-Eames-Straße 2, 79576 Weil am Rhein) noch bis zum 8. Mai 2022 zu sehen. (kb, 9.8.21)

Ray Eames fotografiert 1962 das „Tandem Seating“ im Eames Studio (Bild: Eames Collection Vitra Design Museum, © Eames Office LLC)