Frankfurt, Frauenfriedenkirche (Bild: Frank Behnsen, GFDL oder CC BY SA 3.0, 2010)

Frauenfrieden: (noch) auf wankendem Boden

Noch Ende Januar titelte die Frankfurter Neue Presse: „Sanierung lässt auf sich warten“. Der Genehmigungsweg für die lange ersehnte und intensiv vorbereitete Renovierung der Frankfurter Frauenfriedenkirche hatte sich, noch einmal, verlängert – man hatte ursprünglich mit dem Mai 2017 gerechnet. Der Kirchenbau mit der imposanten Fassade, darin die farbstarke Marienfigur von Emil Sutor, entstand bis 1929 nach Plänen des Architekten Hans Herkommer. Noch während des Ersten Weltkriegs hatte der Deutsche Katholische Frauenbund das Projekt ausgerufen – als Zeichen des Gedenkens, der Dankbarkeit und des Friedenswillens.

Jetzt steht fest, dass die Arbeiten im April starten. Ende Februar brachte der hessische Minister für Wissenschaft und Kunst, Boris Rhein, dafür einen symbolischen Förderscheck vorbei – für 150.000 Euro. „Hier ist Euro für Euro gut angelegt. Das ist eine herausragende Kirche“, begründete Rhein die Summe gegenüber der Frankfurter Rundschau. Notwendig sind unter anderem neue Bodenplatten für den rissig gewordenen Belag, denn die Fundamente müssen verstärkt werden. Auf dieser Basis soll dann die weitere Renovierung erfolgen, die auch ein neues Lichtkonzept und einen neuen gemeindezugewandten Altar umfasst. Insgesamt wird mit Kosten von rund 2,3 Millionen Euro gerechnet, die das Bistum, das Land und die Kirchengemeinde gemeinsam aufbringen wollen. (kb, 18.3.18)

Frankfurt, Frauenfriedenkirche (Bild: A. Köhler, GFDL oder CC BY SA 3.0, 2006)