Fritz Haller. Architekt und Forscher

Fritz Haller (Bild: Schweizerisches Architekturmuseum Basel)
Der Schweizer Architekt Fritz Haller wurde durch seine Baukasten- und Installationssysteme bekannt (Bild: Schweizerisches Architekturmuseum Basel)

Mini, Midi, Maxi – was nach der neuesten Rocklänge der 1960er Jahre klingt, war ein Baukastensystem aus eben jenem Jahrzehnt. Erfunden hat es der Architekt Fritz Haller (1924-2012), dem das Schweizerische Architekturmuseum Basel (SAM) vom 17. Mai bis zum 24. August 2014 eine Ausstellung widmet. Unter dem Titel „Fritz Haller. Architekt und Forscher“ gibt das SAM damit erstmals einen Überblick über Hallers wichtigste Projekte von der frühen Nachkriegszeit bis in die späten 1990er Jahre. Als Vertreter der sog. Solothurner Schule machte sich Haller über die Grenzen der Schweiz hinaus einen Namen.

Nachdem er zunächst mit Geometriemodellen experimentiert hatte, gelangte Haller in den frühen 1960er Jahren zu seinen berühmten Baukasten- und Installationssystemen MINI, MIDI und MAXI, die auch von anderen Architekten übernommen wurden. Mit der Firma USM entwickelte er zudem das erweiterbare Möbelsystem „USM Haller“, das seit 2000 im Museum of Modern Art in New York gezeigt wird. Begleitend zur Baseler Ausstellung, die am 16. Mai 2014 mit einer Vernissage eröffnet wird, finden Führungen, Exkursionen und am 16. August 2014 eine Konferenz zum Thema statt.