Berlin, Charlottenburger Platz, dreiarmiger Kandelaber (Bild: Manfred Brueckels, CC BY SA 3.0)SA_3.0

Gaslaternen ins Museum

Gaslaternen ins Museum

Berlin, Charlottenburger Platz, dreiarmiger Kandelaber (Bild: Manfred Brueckels, CC BY SA 3.0)
Noch in der freien Wildbahn: Berlin, Charlottenburger Platz, dreiarmiger Kandelaber (Bild: Manfred Brueckels, CC BY SA 3.0)

Immerhin gibt es die Gaslaterne in Berlin schon seit 1826 – und lange war ihr Netz einmalig dicht: Rund die Hälfte der Gaslaternen weltweit, so schätzte man 2015, sollen in der deutschen Hauptstadt stehen. Doch schon Ende 2015 setzte sie der World Monuments Fund (WMF) auf die Rote Liste – in einer Kategorie mit der Altstadt von Venedig. Denn immer häufiger müssen die angestammten Beleuchtungskörper der energiesparenden LED-Technik weichen.

In diesem Sommer liegt das Problem an einer anderen Stelle. Bislang hatte die Stadt Berlin der Gaslaterne ein eigenes Museum gewidmet. In der Nähe des S-Bahnhofs Tiergarten wurden die inzwischen historisch gewordenen Beleuchtungsköper – handverlesene Exemplare aus 11 europäischen Städten aus den Jahren 1826 bis 1956 – seit 1978 vom Senat und von den Gaswerken unter freiem Himmel ausgestellt. Erst 2006 hatte man den Bestand zur WM aufwändig restauriert. Aber immer häufiger waren die Veteranen der Stadtbeleuchtung dem Vandalismus ausgesetzt. Daher sollen sie nun umziehen: ins Technische Museum in Kreuzberg. Die Kosten hierfür soll hauptsächlich der Senat tragen. Künftig will man die Laternen auf dem umzäunten Museumsparkgelände wieder der Öffentlichkeit zugänglich machen. (kb, 26.6.16)