Wer sich 1981 ein bisschen wie Indiana Jones fühlen wollte, der war im Fantasialand in Brühl richtig. Der Freizeitpark bot mit der frisch eröffneten Geister-Rikscha eine gute Mischung aus China Town und Gruselkabinett ein familientaugliches Fahrgeschäft, das sich rasch großer Beliebtheit erfreute. Als Teil der Themenwelt China Town ist es kein Wunder, dass der Zugang zur Geisterbahn wie ein Stück der Großen Mauer anmutet. Hier besteigen die Freizeitparkgäste ihre drehbaren Gondeln. Im Inneren warten auf sie der Todesgott Yoma, ein großer Drache, Skelette und Grabsteine, ein Geisterschiff und drei Gespenster, die gerne per Anhalter mitfahren würden.
Im nordrhein-westfälischen Freizeitpark gilt die Geister-Rikscha als das ältestes noch aktives Fahrgeschäft. Noch, wäre zu ergänzen, den mal wieder – aber dieses Mal mit großem Nachdruck – wird in Fankreises spekuliert, dass der Abriss unmittelbar bevorstehe. Spätestens, seit die Geister-Rikscha 2025 für längere Zeit schließen musste, reißen die Gerüchte nicht mehr ab. Und man habe viele Mitarbeiter:innen selbst mit den Gondeln unterwegs gesehen. Dies sei ein untrügliches Zeichen, immerhin hätte sich die Belegschaft so auch von anderen kurz darauf geschlossenen Attraktionen verabschiedet. (kb, 21.2.26)

Brühl, Fantasialand, Geisterbahn-Rikscha (Bild: Christophe Doguet, via google-Maps, 2019)
