Dresden, Robotron-Kantine (Foto: Regine Richter 1976, Bild: SLUB/Deutsche Fotothek, df 0187365, CC BY SA 4.0)

„Gekommen, um zu bleiben“

In Dresden knallen gerade die Sektkorken (und werden „Wir sind Helden“-Lieder gepostet)! Der Stadtrat hat eine Entscheidung über die Zukunft der Robotron-Kantine gefällt. Mitten in Dresden, zwischen dem Pirnaischen Platz und dem Georgsplatz war bis 1974 eine moderne Forschungs- und Produktionsfläche entstanden: das Robotron-Gelände. Ursprünglich für acht Forschungseinrichtungen konzipiert, wurde das Areal zuletzt ganz vom Computerproduzenten Robotron genutzt. Die Planung übernahm ein Architekturkollektiv unter Axel Magdeburg (mit Werner Schmidt), die Betonformsteine entwarf Friedrich Kracht, den Vorplatz gestalteten Günther Krätzschmar und Leonie Wirth.

Nach 1989 hatten sich hier verschiedene Kleinbetriebe eingemietet, 2014 gelangte das Areal ins Eigentum der Kasseler IMMOVATION-Unternehmensgruppe. Vieles wurde abgerissen, eingelagert und neu bebaut. Was noch von Hoffnungen getragen wurde, war die Robotron-Kantine. Eigentlich bestand eine Abrissgenehmigung, doch ab 2016/17 regte sich Widerstand, Anfang Juni diesen Jahres lief nochmals der Plan der Stadt durch die Presse, die ehemalige Kantine zurückzukaufen (mit Blick auf eine künftige kulturelle Nutzung als Ausstellungsraum für zeitgenössische Kunst und „Labor der Gegenwart“). Dieser Schritt ist nun beschlossen – die Linke-Stadtratfraktion jubelte gerade via Twitter: „Wir freuen uns sehr, denn gemeinsam mit @ostmodern_org verhinderten wir den Abriss und ermöglichten eine Vision – für Open Future Lab und das Kunsthaus Dresden!“ Wir gratulieren! (kb, 4.7.19)

Dresden, Robotron-Kantine (Foto: Regine Richter 1976, Bild: SLUB/Deutsche Fotothek, df 0187365, CC BY SA 4.0)