Bei einem Pressetermin am Dienstag, den 23. September 2025 um 9.30 Uhr überbringt Gert Jubisch, Ortskurator Riesa der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), auf dem Gelände der Kunsthalle Muskator einen Fördervertrag in Höhe von 46.650 Euro an Anja Dietel, Vorstand Elbland Kunsthalle MUSKATOR e.V. Mit der Fördersumme wird der Wiederaufbau des Dachs der Verladerampe sowie die Erneuerung der Bestandsleuchten der ehemaligen Muskatorwerke ermöglicht. Das technische Denkmal gehört nunmehr zu den über 870 Projekten, die die DSD – die in diesem Jahr ihr 40-jähriges Jubiläum feiert – aus privaten Spenden, ihren Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Lotterie GlücksSpirale alleine in Sachsen fördern konnte.

Die Muskatorwerke liegen nahe dem Riesaer Stadtzentrum am südlichen Elbufer und prägen gemeinsam mit den historischen Bauten der ehemaligen Hübler-Mühle ein markantes städtebauliches Ensemble. Ursprünglich im 19. Jahrhundert als Mühlenstandort aufgebaut, entwickelte sich das Areal nach 1945 als VEB Mühlenwerke Riesa zu einem bedeutenden Mischfutterwerk der DDR. Die Anlage war ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und dokumentiert den industriellen Aufschwung der 1960er Jahre. Die Düsseldorfer Muskator GmbH übernahm die Anlage 1990. 2013 ging Muskator in die Insolvenz. Besonders reizvoll ist die sogenannte „Schmetterlingshalle“ aus den 1960ern mit Glasfassade und typisiertem Stahlskelett. Hier eröffnete Ende März 2025 die Elbland Kunsthalle. Heute gilt das gesamte Mühlenensemble als bedeutendes Wahrzeichen der Stadt und Zeugnis ihrer Industriegeschichte. (db, 20.9.25)

Riesa, Elbland-Kunsthalle (Bild: DSD / Christine Kral)

Riesa, Elbland-Kunsthalle (Bild: DSD / Christine Kral)

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