Berlin, Kino International (Jörg Zägel, CC BY-SA 3.0)

Geld fürs Kino International

„Janz jroßes Kino“: Das Kino International in Berlin erhalt eine prominente Finanzspritze. Für die Restaurierung der Südfassade und des gesamten Erdgeschossbereichs stellt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) 25.000 Euro zur Verfügung. Den symbolischen Fördervertrag übergab Julia Beier vom DSD-Ortskuratorium Berlin dem Kino am Montagabend im Rahmen einer Lesung von Gregor Gysi im Kinosaal. Schon vor zwei Jahren unterstützte die DSD die denkmalgerechte Restaurierung der östlichen und westlichen Relieffassaden mit 27.000 Euro.

Das Lichtspielhaus an der Karl-Marx-Allee wurde von 1961 bis 1963 nach dem Entwurf von Josef Kaiser und Heinz Aust als Teil der Neuplanung der Karl-Marx-Allee errichtet. Kaiser zeichnet auch für das Café Moskau und das Kino Kosmos verantwortlich. Das Kino International, dessen Architektur im wahren Wortsinn international ausgefallen ist, zählt nicht nur zu den herausragenden Baudenkmalen des einstigen Ost-Berlins – hier wurde auch Filmgeschichte geschrieben: Unter anderem erlebten hier die zeitweise verbotenen Filme „Spur der Steine“ (1966) und „Die Kommissarin“ (1987) ihre Uraufführung. In „Bridge of Spies“ (2015) von Steven Spielberg ist das Gebäude selbst zu sehen. 1990, noch vor Ende der DDR, wurde das Kino International Berlinale-Spielort erhoben. (db, 30.1.19)

Berlin, Kino International, im Hintergrund das inzwischen abgerissene Hotel Berolina (Bild: Jörg Zägel, CC BY SA 3.0)