In diesem Jahr begeht die Kunsthochschule Weißensee ihren 80. Jahrestag. Als der Berliner Nordosten noch sowjetische Besatzungszone war, wurde die Ausbildungsstätte 1946 gegründet. Hier prägten Gestalter:innen der Moderne wie Herbert Hirche, Mart Stam oder Selman Selmanagić den Berliner Alltag: Plakate für die Biennale und den Schriftzug des Kino International, U-Bahn oder Fahrrad, Weltzeituhr oder klimaschützende Fassaden, Brandwände oder Bühnenplakate. Mit einem gemeinsamen Grundlagenstudium, einem engen Praxisbezug und einem fächerübergreifenden Arbeiten setzte die Kunsthochschule schon früh didaktische Standards.
Die Ausstellung „Gestalten für Berlin“, eine Kooperation des Berliner Werkbundarchivs – Museum der Dinge mit der Kunsthochschule Berlin-Weißensee, greift exemplarisch Beispiele aus der Arbeit der Bereiche Formgestaltung und Grafikdesign heraus. Dabei geht der Blick nicht allein auf die Nachkriegszeit, sondern auch auf die aktuellen Wünsche und Entwicklungen der heutigen Studierenden. Die Eröffnung der Ausstellung „Gestalten für Berlin. Design aus der Kunsthochschule Berlin-Weißensee“ wird am 15. April um 19 Uhr begangen. Im Anschluss ist sie bis zum 22. Februar 2027 im Berliner Werkbundarchiv zu sehen. (kb, 9.4.26)

Berlin, Weltzeituhr im Bau, links im Bild Formgestalter Erich John, 30. September 1969 (Bild: Archiv Erich John, CC BY SA 4.0)
