Gestern die Stadt von morgen

Videoprojektion "gestern die stadt von morgen" von Nico Joana Weber (Bild: N. J. Weber
Die Videoproduktion „gestern die stadt von morgen“ von Nico Joana Weber (Bild: N. J. Weber)

Drei Orte, sechs Künstler und eine Frage: Wie leben wir heute mit den baulichen Utopien der 1960er und 1970er Jahre? Die Urbanen Künste Ruhr und das Netzwerk RuhrKunstMuseen finden hierauf bis zum 7. September 2014 eine ganz eigene Antwort. Gerade im Ruhrgebiet ist für die Ausstellungsmacher der Kontrast allgegenwärtig: die optimistische Geste moderner Betonarchitektur auf der einen, der Niedergang der Montanindustrie auf der anderen Seite.

Herausgegriffen werden drei schlagkräftige Beispiele modernen Bauens: das Rathaus von Marl (J. H. van den Broek/J. B. Bakema, 1967), das Forum (City Center) Mülheim (H. H. Lautz, 1974) und die Ruhr-Universität Bochum (Büro HPP, 1963-84). Mit diesen besonderen Orten setzen sich zeitgenössische Künstler durch Interventionen, Installationen, Ausstellungen oder Gesprächsrunden auseinander. Über die öffentlichen Führungen hinaus ermöglicht ein Booklet zum kostenfreien Download, die Stationen auf eigenen Faust zu erkunden. Und zu guter Letzt lädt das Skulpturenmuseum Marl am 7. September 2014 zur Finissage ein. (kgb, 27.6.14)