Friedrichshafen, Christus der Gute Hirte (Bild: Andreas Praefcke, GFDL oder CC BY SA 3.0, 2008)

Glück für den Guten Hirten

Fast wäre man geneigt, an dieser Stelle zum exzessiven Glücksspiel aufzurufen (machen wir natürlich nicht), denn immer wieder kommen Lotterie-Einnahmen auch der Denkmalpflege zu Gute. In Friedrichshafen am Bodensee hilft Fortuna nun einem 1961/62 geweihten Bau des Stuttgarter Architekten Wilfried Beck-Erlang. Die katholische Kirche „Christus der Gute Hirte“ verfügt über eine beeindruckende, bis zum Boden herabgezogene Betonschale, die dem Ganzen das organische Bild einer Schildkröte verleiht. Gut, man kann auch „Gottes behütende Hände“ darin sehen. Wenn man will.

1972 musste das Kirchendach bereits ein abstürzendes Sportflugzeug verkraften, was sich wieder reparieren ließ. 2007 kam der Bau unter Denkmalschutz, 2010 wurde der Innenraum renoviert. Aber langfristig sitzt die bauliche Achillesferse tiefer: Der Rost nagt am Metallskelett der bis zum Erdboden reichenden Konstruktion – und damit auch am Beton, an der Stahl-Glas-Fassade, an der kupfernen Außenverkleidung und den nach innen holzverkleideten Jalousien. Doch dem hilft gerade eine Renovierung ab. Hierfür steuert die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) mit Hilfe der Lotterie GlüksSpirale 25.000 Euro bei. Wenn alles nach Plan läuft, sollen die Sanierungsarbeiten im Frühjahr 2018 abgeschlossen sein. (kb, 17.1.18)

Friedrichshafen, Christus der Gute Hirte (Bild: Andreas Praefcke, GFDL oder CC BY SA 3.0, 2008)