In den vergangenen zwei Jahrzehnten sind die modernistischen Wohnsiedlungen der Nachkriegszeit in den Mittelpunkt vieler Forschungsprojekte gerückt, um neue Wege zu finden, diese Projekte zu „transformieren“ und sie an die sich verändernden städtischen Landschaften und Lebensrealitäten anzupassen. In gewisser Weise scheint die Notwendigkeit von Veränderungen eher von außen als von den Bewohnern oder den Wohnungsunternehmen selbst an die Siedlungen herangetragen zu werden. Könnte es also sein, dass die Bedürfnisse der Menschen weitgehend ignoriert werden? Während diese Siedlungen in der Öffentlichkeit tendenziell als monoton und repetitiv wahrgenommen werden, ist die Sichtweise von Wissenschaftler*innen und Forscher*innen gemeinhin differenzierter: Sie erkennen eine Vielzahl von Qualitäten und verfolgen Ansätze für räumliche und vor allem diskursive Veränderungen, die dem modernistischen Wohnungsbau der Nachkriegsära eine neue Rolle geben könnten.
Das Symposium „Changing Patterns: Hybridisierung von Großwohnsiedlungen“ befasst sich am 28. November mit ebenjenem Begriff „Hybridisierung“ im Kontext dieses Wandels. Die vierstündige Veranstaltung an der Frankfurt University of Applied Sciences (Gebäude 4, Raum 110, Nibelungenplatz 1, 60318 Frankfurt) möchte einen Blick über die politischen, akademischen und praktischen Instrumente geben, die die Umsetzung potenzieller städtebaulicher Strategien und programmatischer Veränderungen zur Förderung der Weiterentwicklung des modernistischen Wohnungsbaus der Nachkriegszeit unterstützen können. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung erforderlich. Initiiert wird die Veranstaltung durch das Forschungslabor Nachkriegsmoderne an der Frankfurt University of Applied Sciences. (db, 22.11.25)
Berlin, Gropiusstadt/Lipschitzallee (Bild: Gunnar Klack, CC BY-SA 4.0)

