Am 13. März 2026 wurden die Preisträger:innen des diesjährigen Schinkelwettbewerbs bekannt gegeben. Der traditionsreiche Ideen- und Förderwettbewerb richtet sich jährlich an den Nachwuchs bis 35 Jahre aus den Architektur, Städtebau, Landschaftsarchitektur, Mobilität & Verkehrsplanung, konstruktivem Ingenieurbau und der Freien Kunst. Dieses Jahr stand die brandenburgische Stadt Luckenwalde im Fokus. Die kleine Stadt der Moderne, insbesondere bekannt aufgrund der Hutfabrik Friedrich Steinberg, Herrmann & Co., die Erich Mendelssohn 1921-1923 realisierte und zunehmend auch für die behagliche Gestaltung, die die DDR-Planung in den Jahren 1980 bis 1985 in der Breiten Straße, der Fußgängerzone Luckenwaldes, umgesetzt hat, befindet sich noch immer im Transformationsprozess.
So stellte der Architekten- und Ingenieurverein zu Berlin, Auslober des Wettbewerbs, das innerstädtisches Areal zwischen Bahnhof, ehemaliger Burg und Innenstadt in den Fokus. Denn dort befinden sich noch immer Leerstände und brachliegende Industrieflächen, aber auch landschaftliche Potenziale und gut erschlossene Wohnlagen. Gesucht wurde ein Leitbild für ein Modellquartier. Laut Bericht der Berliner Zeitung wurden 140 Entwürfe eingereicht. Gewonnen haben Adrian Krieg, Emily Idelberger und Benjamin Hostermann von der Fachhochschule Potsdam sowie Till Pulst, Emil Kuenzer, Jorik Niclas Flohr und Jesse Puhan-Schulz von der Bauhaus-Uni Weimar. Ihre Entwürfe vereint, dass die Zukunft sozialer, grüner und mit größerer Wertschätzung für den Bestand, insbesondere aus der DDR-Zeit, gestaltet werden soll. Die Entwürfe sind bis zum 2. April in einer Ausstellung in der Beelitzer Str. 24 in Luckenwalde zu sehen. (pk, 14.3.26)

Luckenwalde, Hutfabrik Friedrich Steinberg, Herrmann & Co., Architeckt: Erich Mendelssohn, 1921-23 (Bild: Lumu (talk), CC BY-SA 3.0 DE, 2013)
