Hamburg-Horn, Umbau der ehemaligen Kapernaumkirche zur Al-Nour-Moschee, 2016 (Bild: K. Berkemann)

Hamburg: Al-Nour-Moschee wird eröffnet

Die Umwandlung einer Kirche in eine Moschee ist (noch) eine Seltenheit, denn die beiden großen christlichen Konfessionen lehnen diesen Schritt, mit jeweils unterschiedlichen Begründungen, ab. In Hamburg-Horn jedoch war die Kapernaumkirche, 1961 errichtet nach Plänen von Otto Kindt, bereits seit rund zehn Jahren geschlossen und an einen Investor verkauft worden. Der nutzte zwar das umgebende Grundstück für neue Wohnbauten, aber die Sanierung der Kirche folgte nicht wie vereinbart. Schließlich ging der Bau 2012 an die muslimische Gemeinde, die drängend nach einem neuen Gebetsraum suchte.

Seit rund fünf Jahren nun wird hier der denkmalgeschützte Bau zur Moschee umgestaltet: Außen bleibt, abgesehen von einem Vorbau, einigen Schriftzügen und einer neuen Turmbekrönung, fast alles beim Alten. Innen wurde der Raum quergerichtet, eine Empore eingezogen und die ein Kreuz formende Glasgestaltung beibehalten. Die Umbaukosten werden auf rund fünf Millionen Euro beziffert. Noch laufen letzte Arbeiten – und die Turmsanierung steht noch aus. Aber zum 26. September 2018 ist es soweit: Die Al-Nour-Moschee wird feierlich eröffnet. Am 3. Oktober, dem Tag der offenen Moschee, können Interessierte den neuen Raum besichtigen. (kb, 19.8.18)

Hamburg-Horn, Umbau der ehemaligen Kapernaumkirche zur Al-Nour-Moschee, 2016 (Bild: K. Berkemann)