Hamburg aus der Luft (Bild: Dölling und Galitz-Verlag)

Hamburg aus der Luft

Hamburg aus der Luft (Bild: Dölling und Galitz-Verlag)
Ein opulenter Fotoband zeigt „Hamburg aus der Luft“ (Bild: Dölling und Galitz)

Vor 60 Jahren machte der Fotograf des „Hamburger Abendblatts“, Günther Krüger, die ersten Luftaufnahmen von Hamburg. Erst 13 Jahre zuvor war die Hansestadt im Zweiten Weltkrieg durch Bombenangriffe in weiten Teilen zerstört worden. So wohnten in Hamburg nach Kriegsende weniger als eine Million Menschen, 1964 war sie bereits auf mehr als die doppelte Einwohnerzahl angewachsen. Bis 1969 hielt Günther Krüger aus der Luft fest, wie in Hamburg Trümmer beseitigt, Vorhandenes repariert und neues errichtet wurden.

Doch vor allem zeigen Krügers Luftbilder – jetzt in einem opulenten Bildband bei Dölling und Galitz zusammengefasst – eine Stadt, die sich neu erfindet, um überleben zu können: Die Vorgaben aus Elbe und Alster, aus Hafen und barockem Wallring bleiben. Doch es entstehen neue Straßen, Stadtquartiere und Bürohäuser. Diese Wiederauf- und Neubauleistung werden durch Kommentare des – in Hamburg geborenen und in jenen Jahren aufgewachsenen – Architekturhistorikers Gert Kähler greifbar. Lagepläne mit den wichtigsten Gebäuden helfen dem Leser bei der Orientierung und dem Vergleich mit dem heutigen Hamburg. (kb, 18.12.14)

Günther Krüger, Günther/Kähler, Gert, Hamburg aus der Luft 1954–1969
Eine Stadt erfindet sich neu, Dölling und Galitz-Verlag, Hamburg 2014, 180 Seiten, gebunden, 110 Abbildungen, 40 Lagepläne, 29,4 x 31,2 cm, ISBN 978-3-86218-068-4.