Hamburg-City Nord, Kapstadtring 1, ehemaliges Landgericht, 2010 (Bild: Alice Volkwardsen, GFDL oder CC BY SA 3.0)

Hamburg: Landgericht wird Boarding-House

Hamburg: Landgericht wird saniert

Hamburg-City Nord, Kapstadtring 1, ehemaliges Landgericht, 2010 (Bild: Alice Volkwardsen, GFDL oder CC BY SA 3.0)
Seit 2013 unter Schutz: der 12-geschossige Riegel in der Hamburger City Nord (Bild: Alice Volkwardsen, GFDL oder CC BY SA 3.0)

Seit 2012 steht der denkmalgeschützt Bau in der Hamburger City Nord, einer nachkriegsmodernen Bürostadt im Stadtteil Winterhude, leer. 1966 hatte sich hier die Schüttgutfirma „Claudius Peters AG“ als erster Mieter in dem 42 Meter und 12 Stockwerke hohen Riegel am Kapstadtring 1 eingemietet und blieb hier bis 1988. Anschließend kam das Landgericht mit einer Zweigstelle (inkl. Sozialgericht), die wiederum 2012 auszog.

Nun richtet der neue Eigentümer, die „Isaria Wohnbau AG“ den Bau für neue Nutzer her: für Kurzzeit-Hamburger. „Boarding-House“ nennt sich diese besondere Hotelform, die für den befristeten beruflichen Aufenthalt in der Hansestadt gedacht ist. Der Vorteil gegenüber dem normalen Hotel ist simpel: Es ist billiger, man kann auf Zeit ein bisschen heimisch werden und im angemieteten Zeitraum selbst bestimmen, wann man an-, ab- und wieder anreist. Vorgesehen sind 143 Wohnungen für eine Wohndauer von je von höchstens 3 Monaten. Schon 2018 sollen die ersten Kurzzeitmieter einziehen. Schon jetzt wird das künftige „Boarding-House“ stolz beworben – als verkehrsgünstig und zugleich naturnah gelegen. Die schöne Architektur bekommen die künftigen Bewohner noch gratis obendrauf. (kb, 9.7.16)