Hamburgs edle Kaffeebörse

Hamburg, Speicherstadt, ehem. Kaffeebörse (Bild: Martina Nolte, Projekt Heissluftballon)
Ein bisschen mitarbeiten müssen Sie jetzt schon: Wir meinen das Gebäude hinten links von der letzten Brücke, das mit den Fensterbändern, ja? Nahaufnahmen gibts hier (Bild: Martina Nolte, Projekt Heißluftballon)

Morgens aufwachen umhüllt von Kaffeeduft? Für alle Koffeinjunkies eine traumhafte Vorstellung, der man in Hamburg nun sehr nahe kommen kann. Ein Teil der ehemaligen Kaffeebörse (gut, hier wurde das Suchtgetränk mehr gehandelt als gelagert, aber immerhin) in Hamburgs schick gewordener Speicherstadt wurde zum Hotel umgebaut. Vor seiner Schließung im Jahr 1958 spielte die 1887 gegründete Hamburger Kaffeebörse in einer Liga mit New York und Le Havre.

Als der Krieg im Speicherblock B einen Teil der historischen Kaffeebörse zerstörte, gestalteten 1956 Kallmorgen und Schramm & Ellingus das heutige nachkriegsmoderne Gebäude – und überführten es in eine Büronutzung. Bis 2014 wurde der denkmalgeschützte Bau unter Leitung der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) nun zum Vier-Sterne-Hotel umgebaut. Aus dem Saal der ehemaligen Kaffeebörse wurde ein Raum für Kultur- und Firmenveranstaltung. Und übernachten kann man im Haus natürlich auch. Mitte Oktober zeichnete der Hamburger Architekten- und Ingenieursverein den Bau mit zwei weiteren Schätzchen besonders aus. Könnte jetzt mal bitte jemand einen Teespeicher umbauen? Darjeeling? (kb, 9.11.15)