Hamburg, Grindelhochhäuser (Bild: © Ajepbah / Wikimedia Commons / Lizenz: CC-BY-SA-3.0 DE)

Hamburgs Kulthochhäuser werden 70

Hamburgs Kulthochhäuser werden 70

Hamburg, Grindelhochhäuser (Bild: © Ajepbah / Wikimedia Commons / Lizenz: CC-BY-SA-3.0 DE)
Hochhaus auf hanseatisch: die Hamburger Grindelhochhäuser (Bild: © Ajepbah / Wikimedia Commons / Lizenz: CC-BY-SA-3.0 DE)

Am 12. Juli 1946 wurde feierlich der erste Spatenstich gesetzt für einen „Hochhauskomplex“ der besonderen Art: zwölf bis zu 15-stöckige verklinkerte Riegel mit Flugdach in Hamburg-Harvestehude. In den Straßenzügen Grindelberg, Hallerstraße, Brahmsallee und Oberstraße entstand bis 1956 eine großzügig durchgrünte Anlage auf einem Gebiet, wo unter dem Namen „hamburg project“ zunächst die britischen Alliierten unterkommen sollten. Bis sich diese mit den Amerikanern für Frankfurt entschieden und das Grindelareal zum bundesdeutschen Vorzeige-Wohnprojekt avancierte.

Die ersten vier Häuser entstanden in Stahlskelett-, die folgenden in der günstigeren Stahlbetonbauweise, im Untergeschoss Laden- und Praxisflächen, darüber Wohnraum satt. Als Planer wurden gezielt Architekten gewonnen, die sich im Nationalsozialismus gar nicht oder nur im Industriebau hervorgetan hatten. Zur „Gruppe der Grindelberg-Architekten“ gehörten Bernhard Hermkes, Bernhard Hopp, Carl Karpinski, Rudolf Lodders, Rudolf Jäger, Albrecht Sander, Ferdinand Streb, Fritz Trautwein und Hermann Zess. Heute steht das denkmalgeschützte Ensemble vielen für die elegante Form der Moderne, als schmucke Hochhausriegel noch von viel Grün umgeben hohe Wohnqualität boten. (kb, 2.8.16)