Hannover: Plenarsaal in Gefahr

Der Plenarsaal des Niedersächsichen Landtags entstand 1957-1962 nach Plänen Dieter Oesterlens (Bild:  Ralf Roletschek, CC-BY-SA 3.0)
Der Plenarsaal des Niedersächsischen Landtags entstand 1957-1962 nach Plänen Dieter Oesterlens (Bild: Ralf Roletschek, CC-BY-SA 3.0)

In Hannover ist die Diskussion um den Abriss des Plenarsaals des Niedersächsischen Landtags wieder aufgeflammt. Die Sitzungen des Landesparlaments finden traditionell in dem von Dieter Oesterlen entworfenen Bau statt, den man 1962 an das historische Leine-Schloss anbaute. Derzeit wird er umgebaut, 2017 soll er den Abgeordneten einen modernen Arbeitsplatz bieten. Nun stellte sich aber heraus, dass die Außenwände brüchig sind – die Arbeiten werden sich also teurer gestalten als erwartet. Einige Stimmen fordern nun den Abriss des Bauwerks. Eine politische Entscheidung wird in dieser Woche erwartet.

Für Freunde des Plenarsaals gibt es aber allen Grund zur Hoffnung. Nach Informationen der BILD-Zeitung zeichnet sich im Landtag eine Mehrheit für die Fortsetzung der Baumaßnahmen ab. Das Schicksal des Plenarsaals schien außerdem schon einmal besiegelt: 2010 stimmte der Landtag mehrheitlich für seinen Abriss. Auch ein Entwurf für den Neubau war bereits prämiert worden. Nach massiven Bürgerprotesten revidierte man die Entscheidung jedoch zu Gunsten des Umbaus. Der Plenarsaal wird im Zuge dessen zwar komplett entkernt, die denkmalgeschützte Fassade soll aber erhalten bleiben. (jr, 24.2.15)