Hans Georg Heimel ist tot

In Frankfurt baute Heimel die Gethsemanekirche (Bild EvaK, CC-BY-SA 2.5)
Die letzte moderne Kirche Frankfurts (bevor die Gemeindezentren kamen): Heimels 1970 eingeweihte Gethsemanekirche (Bild EvaK, CC-BY-SA 2.5)

Besonders den Kirchen und Krankenhäusern hat Hans Georg Heimel sein Schaffen gewidmet. Entsprechende Bauten verwirklichte der 1927 in Kassel geborene Architekt, der seine Ausbildung an der Technischen Hochschule Darmstadt empfing, zum Beispiel in Frankfurt am Main, Langen und Koblenz. Bevor er sich 1961 selbstständig machte, arbeitete Heimel in Düsseldorf für das Büro von Rudolf Wolters und in Frankfurt/Main für Otto Apel. Am 24. April ist Heimel im Alter von 87 Jahren gestorben.

Nach einer Mitarbeit am Frankfurter Interconti-Hotel wurde Heimel vor allem bekannt durch die 1963 eingeweihte Martin-Luther-Kirche in Langen: ein Backsteinkubus ohne falschen Schnickschnack. Für seine zweite Kirche, die Gethsemanekirche im Frankfurter Nordend, wählte er wieder einen Backsteinkubus, diesmal den Turm über Eck einbezogen. Auch bei späteren Projekten – vom Höchster Krankenhaus bis zum Gemeindezentrum in Jügesheim – blieb Heimel seiner klaren Formensprache treu. Als kirchliches Gesamtkunstwerk steht die Gethsemanekirche heute unter Denkmalschutz und wurde jüngst vom Architekturbüro Heimel + Wirth behutsam für eine erweiterte Nutzung hergerichtet. (jr, 5.5.15)