Am 19. und 20. Juni 2025 fand in der Hyparschale am Bürgergarten Templin (Uckermark) der gemeinsame Denkmaltag von Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg statt. Grundsätzlich ging es darum, unter dem Motto „Harte Schale, weicher Kern?“ denkmalpflegerische Erfahrungen bei der Restaurierung und Sanierung von Bauten auszutauschen, die aus der Feder und der Torkretiermaschine von Ulrich Müther (1934–2007) stammen. Als Bauingenieur und -unternehmer gestaltete er mehr als 70 doppelt gekrümmte Beton-Schalentragwerke. Was schon zu DDR-Zeiten als Sonderform überregional bestaunt wurde, hat sich in den vergangenen rund zehn Jahren – auch dank der Aufarbeitung des Müther-Nachlasses an der Hochschule Wismar – zum Liebhaber:innenstatus hocharbeiten können.

An den für die Veranstaltung ausgewählten Beispielen in Templin, Rostock-Schutow, Neubrandenburg und Magdeburg wurden Vergleiche möglich, wie die Schalenbauten vor Ort jeweils saniert und genutzt werden. Denn hier lässt sich modellhaft ablesen, wie Bauten einen Imagewandel durchmachen, welche Nachteile und Vorzüge eine so besondere Bautechnik und -form im Alltag mit sich bringt. All diese Punkte wurden auf der Templiner Tagung nicht nur gesammelt und diskutiert, sondern nun auch in einem Tagungsband dokumentiert, der frisch im Geymüller Verlag erschienen ist. (kb 19.8.26)

Drachenberg, Thomas/Dornbusch, Ramona (Hg.), Harte Schale, weicher Kern. Denkmalpflegerische Erfahrungen bei der Sanierung von Betonschalenbauten Ulrich Müthers (Arbeitshefte des Brandenburgischen Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum Band 73; Beiträge zur Kunstgeschichte und Denkmalpflege in Mecklenburg-Vorpommern Band 4), 144 Seiten, 150 Farbabbildungen, 21 x 29,7 cm, Hardcover mit Lesebändchen, Geymüller Verlag, Aachen 2026, ISBN: 978-3-943164-96-1.

Harte Schale, weicher Kern (Bild: Cover, Gaymüller Verlag)

Harte Schale, weicher Kern (Bild: Cover, Geymüller Verlag, Grafik: S-Wert)

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