Hauptsache mobil

Der Bahnhof "Mundsburg" wurde 1912 eingeweiht und 1986 vom Büro um Friedhelm Grundmann restauriert (Bild: K. Berkemann)
Der Hamburger U-Bahnhof „Mundsburg“ (1912, saniert 1986) (Bild: K. Berkemann)

Der Verkehr prägt die Umwelt – und umgekehrt. Vom 13. bis 14. Februar 2015 widmet sich eine Veranstaltung im Deutsches Museum München (Kerschensteiner Kolleg) diesem Thema unter dem Motto „Mobilität und Umwelt“. Der Workshop des Arbeitskreises Verkehr in der Gesellschaft für Technikgeschichte – in Zusammenarbeit mit dem Rachel Carson Center for Environment and Society – untersucht Aspekte von Transport, Verkehr und Mobilität aus einer historischen Perspektive. Doch nicht nur Historiker, auch Forscher anderer Disziplinen sind angesprochen. Es geht um Verkehrsgeschichte als Politik-, Umwelt, Wirtschafts-, Sozial-, Kultur- und Technikgeschichte.

Neben Fragen der Ökologie und Ökonomie von Verkehrskonzepten wird ebenso nach alternativen umweltgerechten Konzepten gefragt. In den Referaten zum Themenschwerpunkt „Landschaftsgestaltung durch Verkehr“ geht der Blick in die Geschichte: vom Zugwesen des 19. Jahrhundert bis zu Straße und Landschaft in Zeiten des Nationalsozialismus. Zuletzt wird das Verhältnis von Mobilität und Tourismus beleuchtet – ob die „Reiseherrschaft“ von Leopold III. von Österreich, die spanische Tourismuskritik der Nachkriegsjahrzehnte oder die Auswirkungen des Flughafenbaus im modernen Kanada. Das Programm des Münchener Workshops ist online einsehbar. (kb, 6.2.15)