Buzludzha (Bild: Mark Ahsmann, CC BY SA 4.0)

Von der Idee eines „sozialistischen Erbes“

Die Geschichte des Denkmalschutzes versteht sich heute rückblickend als Produkt der westlichen Moderne – und lässt dabei die sozialistische Welt weit außen vor. Doch nach 1945 war der Umgang mit dem kulturellen Erbe auch in den sozialistischen Staaten – von China, den UdSSR, des Ostblocks bis zu Asien, Lateinamerika und Afrika – ein identitätsstiftender Faktor. In der aktuellen Forschung bleibt Beitrag der Experten aus diesem Teil der Welt zumeist unbeachtet. Diesem Mangel will jetzt eine Tagung abhelfen.

Für die Konferenz „State Socialism, Heritage Experts and Internationalism in Heritage. Heritage Protection after 1945“, die vom 21. bis 22. November 2017 in Exeter stattfinden soll, werden bis zum 20. Juni noch Themenvorschläge gesucht. Mögliche Schwerpunkte könnten sein: das erwachende Interesse am baulichen Erbe in der sozialistischen Welt nach 1945, die transnationale und transkulturelle Verbreitung der Idee des Kulturerbes über den Eisernen Vorhang hinweg, die Rolle sozialistischer Experten im internationalen Diskurs, die Rolle internationaler Institutionen wie UNESCO, ICOMOS, ICCROM oder UIA, die Rolle des Kalten Kriegs, nationaler Traditionen, und internationaler Kooperationen bei der Entwicklung der Idee eines „sozialistischen Erbes“. Willkommen sind Abstracts (300-500 Worte) mit einem begleitenden Kurz-CV unter der Adresse: Natalie Taylor, N.H.Taylor@exeter.ac.uk. Ausgewählten Teilnehmer werden bis zum 20. Juli 2017 benachrichtigt. (kb, 5.5.17)

Buzludzha (Bild: Mark Ahsmann, CC BY SA 4.0)