Hamburg, Audi Max (Bild: Gunnar Klack, CC BY SA 3.0, 2017)

Hermkes. Schön.

Fragt man die wahren Connaisseure nach Bernhard Hermkes, entweicht vielen von ihnen ein schlichtes überzeugtes „schön“. Wer es ausführlicher in Wort und Bild möchte, dem sei der gerade bei Dölling und Galitz erschienende Band „Bernhard Hermkes. Die Konstruktion der Form“ empfohlen. Der Architekt und Wissenschaftler Giacomo Calandra di Roccolino beschreibt in der reich bebilderten Monographie die Entwicklung des Architekten, der in Hamburg zu einem wichtigen Protagonisten der Nachkriegsmoderne wurde.

Beginnend mit Kindheit, Studium und seiner Zeit im „Neuen Frankfurt “ der 1920er Jahre unter Ernst May, entfaltet das Buch das reiche Werk von Hermkes. Auch im Dritten Reich versuchte er, seine architektonischen Überzeugungen im Industriebau zu bewahren. Schließlich vereinigte er in Hamburg die Einflüsse der Moderne der 1920er Jahre, Skandinaviens und des Internationalen Stils zu einer unverwechselbaren Handschrift. Hier prägte er Ikonen wie die Großmarkthalle am Oberhafen, die elegante Kennedybrücke, den geschwungenen Audimax der Universität, die kühnen Grindelhochhäuser und die skandinavisch anmutende Siedlung Klein Flottbek. Das Buch wird am 25. April 2018 um 12.30 Uhr im Foyer des Hamburger Audimax (Von-Melle-Park 4) vorgestellt. (kb, 9.4.18)

Frank, Hartmut/Schwarz, Ullrich (Hg.), Giacomo Calandra di Roccolino, Bernhard Hermkes. Die Konstruktion der Form, Dölling und Galitz, München 2018, 400 Seiten, 500 Abbildungen, Halbleinenband, 23 x 28 cm, ISBN 978-3-86218-095-0.

Hamburg, Audi Max (Bild: Gunnar Klack, CC BY SA 3.0, 2017)