Zarte, mintgrüne Geländer wie im Jugendstil, bewegte Fassadenprofile wie im Organischen Bauen und ein deutlicher Hang zur Natur wie in der Ökologischen Bewegung – die expressiven Entwürfe von Inken (*1942) und Hinrich Baller (*1936) ließen sich nie wirklich in eine stilistische Schublade stecken. Was die Architekturkritik lange abschreckte, hat ihren Häusern in den letzten Jahren eine treue Fangemeinde eingebracht. Entstanden sind die unverwechselbaren Gebäude ab Mitte der 1960er Jahre vor allen in West-Berlin.
Zu den bekanntesten Baller-Bauten zählen etwa das Philosophische Institut der FU (1983) oder ökologisch-gemeinschaftlich orientierte Wohnprojekte wie die Anlage am Fraenkelufer anlässlich der IBA 84/87. Das Ehepaar trennte sich 1989, dies markierte auch das Ende des gemeinsamen Büros. Hinrich Baller realisierte mit seiner zweiten Frau Doris weiterhin zahlreiche Projekte. Bis 2001 lehrte er an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg. 2023 erhielt er mit Inken Baller mehr als verdient den Großen BDA-Preis für ihr gemeinsames Werk. Wie jetzt der Berliner Tagesspiegel meldete, verstarb Hinrich Baller bereits am 23. Juli 2025 im Alter von 89 Jahren. (kb, 8.8.25)

Hinrich Baller, 2023 (Bild: Elke Wetzig, CC BY SA 4.0, 2023)
