Berlin, Haus der Statistik (Bild: D-okin, CC BY SA 3.0)

Hoffnung fürs Haus der Statistik

Berlin bereitet derzeit eine große Immobilientausch-Aktion vor. Gemäß des neuen Hauptstadtvertrags, der im Mai unterzeichnet werden soll, überträgt der Bund die Eigentümerschaft verschiedener Liegenschaften an das Land. Im Gegenzug sollen unter anderem das Grundstück der Akademie der Künste und der Martin-Gropius-Bau an den Bund übergehen. Berlin könnte mit dem Vertragsabschluss nach Informationen der Berliner Zeitung auch die Schlüssel für das Haus der Statistik am Alexanderplatz erhalten. Dem abrissbedrohten Bauwerk würde das den Kragen retten: Im Koalitionsvertrag von SPD, Linkspartei und den Grünen wurde vereinbart, das Haus der Statistik zum „Ort für Verwaltung sowie Kultur, Bildung, Soziales und Wohnen“ zu entwickeln.

Das Haus der Statistik wurde in den Jahren 1968 bis 1970 nach Plänen des Architektenkollektiv Manfred Hörner, Peter Senf und Joachim Härter errichtet. Der markante, 11-stöckige Plattenbau war ein wichtiger Bestandteil der städtebaulichen Umgestaltung des Ostberliner Zentrums. Er beherbergte die statistische Zentralverwaltung der DDR sowie einige Abteilungen der Stasi. Nach der friedlichen Revolution wurde es zum Dienstsitz des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen, seit 2008 steht das Hochhaus leer und verfällt zusehends. (jr, 4.5.17)

Berlin, Haus der Statistik (Bild: D-okin, CC BY SA 3.0)