Homo Mensura

Homo Mensura (Bild: Faguswerke)
Der Mensch als Maß der modernen Architektur (Bild: Faguswerk)

Gerne wird der modernen Architektur vorgeworfen, sie sei zu groß, zu abstrakt, zu industriell – schlicht unmenschlich. Dabei stellten gerade die Vorreiter der klassischen Moderne – von Le Corbusier bis zu Ernst Neufert – den Mensch in den Mittelpunkt. Diesem Motiv folgt die Tagung „Homo Mensura“ , die vom 31. Oktober bis 2. November 2014 im Tagungszentrum des Faguswerks Alfeld stattfindet. Die Vorträge kreisen um die architekturtheoretische Denkfigur „Mensch“ in der Architektur der Moderne.

Die Tagung bildet zugleich den Abschluss zum Fagus-Forschungsprojekt des Lehrstuhls für Baugeschichte der RWTH Aachen (Prof. Dr. Jan Pieper). Demnach ließen sich die Planer des Faguswerks, Walter Gropius und Adolf Meyer, nicht allein von den vordergründigen Ziele der Moderne leiten: Die Gestaltung müsse der Funktion, der Konstruktion, dem Material und der Ökonomie folgen. Stattdessen standen für sie die Denkfigur des „vitruvianischen Menschen“ und die klassischen Maß-Verfahren im Vordergrund. Die Konferenz im Tagungszentrum des Faguswerks ist kostenfrei. Gegen eine Gebühr von 150 Euro kann sie als Fortbildung der Architektenkammer NRW anerkannt werden. Anmeldungen bitte schriftlich an: homomensura@synthese-web.de. (kb, 12.10.14)