Zwischen 1949 und 1979, der Gründung und dem Beginn der Öffnungspolitik der Volksrepublik China, war das Bauen weit moderner und kreativer als bislang angenommen. Zu dieser These kommt die bei M Books erschienene Publikation „How Modern“. Lange ging die westliche Architekturkritik und -geschichte davon aus, dass den Architekt:innen in kollektiven, staatlichen und auf Produktivität hin ausgerichteten Strukturen kaum Raum blieb für qualitätvolle und vielfältige Bauten. Doch Architektur war, so die Publikation, in diesen drei Jahrzehnten prägend für das Selbstverständnis und die Selbstpräsentation des jungen Staates.

Anhand von Quellen und Fallstudien, von Interviews und Essays lotet das Buch „How Modern. Biographies of Architecture in China 1949–1979“ aus, welche Handlungsspielräume damals wirklich möglich waren und tatsächlich genutzt wurden. Am Ende steht eine neue Erzählung von der Vielfalt und Kreativität, die sich in der sozialistischen Moderne des Neuen China aufspüren lassen. (kb, 9.6.26)

How Modern. Biographies of Architecture in China 1949–1979, herausgegeben vom Canadian Centre for Architecture CCA, M Books, Weimar 2026, 432 Seiten, 17 × 24 cm, zahlreiche Farb- und Schwarz-Weiß-Abbildungen, fadengebundene Freirückenbroschur, Englisch, ISBN 978-3-944425-53-5.

Ulaanbaatar, Peace Bridge (Bild: World Bank Photo Collection, CC BY NC ND 2.0, via flickr)

Ulaanbaatar, Peace Bridge (Bild: World Bank Photo Collection, CC BY NC ND 2.0, via flickr)

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