Hundertwasser lockt nach Magdeburg

Die "grüne Zitadelle" war das letzte Bauprojekt Hundertwassers (Bild: Doris Antony, CC_BY_SA 3.0)
Die „grüne Zitadelle“ war das letzte Bauprojekt Hundertwassers (Bild: Doris Antony, CC_BY_SA 3.0)

Der Künstler und Architekt Friedensreich Hundertwasser galt als strikter Gegner der geraden Linie. Dieser Prämisse folgte er auch bei seinem letzten Bauprojekt, der „Grünen Zitadelle“ in der sachsen-anhaltischen Landeshauptstadt Magdeburg. Sie wurde vor zehn Jahren und damit nach dem Tod Hundertwassers eröffnet. Der farbenfrohe Bau mit den goldenen Zwiebeltürmen und bepflanzten Dächern scheint sich aus architektonischen Konventionen ebenso wenig zu machen wie aus Symmetrie oder Stilzugehörigkeit. Zum Jubiläum gibt eine Ausstellung bis zum 25. Oktober 2015 vor Ort (Breiter Weg 8A, 39104 Magdeburg) Einblick in den Planungsprozess und beleuchtet Hundertwassers Architekturverständnis.

In Magdeburg hatte das 1995 angestoßene Projekt zunächst viele Kritiker. Dafür sorgte auch der Bauplatz. Vormals hatte hier die historische Nikolai-Kirche gestanden, die 1959 einem Plattenbau weichen musste. Seit seiner Fertigstellung ist das Hundertwasser-Haus jedoch zu einem Touristenmagneten geworden. Die Ausstellung beleuchtet neben der Geschichte des Gebäudes auch Hundertwassers grafische Arbeit. (jr, 15.4.15)