IBA meets IBA

Sessellift auf der Interbau; im Hintergrund Jaenecke/Samuelson (Schweden), 10-geschossiges Wohnhochhaus, 1957 (Bild: Ausstellung "IBA meets IBA")
Sessellift auf der Interbau – im Hintergrund Jaenecke und Samuelson (Schweden), 10-geschossiges Wohnhochhaus, 1957 (Bild: Ausstellung „IBA meets IBA“)

1901 etablierte die erste Internationale Bauausstellung in Darmstadt einen kantigen sachlichen Jugendstil. 1927 entstand in Stuttgart zur Werkbundausstellung unter Mies van der Rohe die ikonische Weißenhofsiedlung. 1957 setzte die Berliner Interbau mit dem Hansaviertel ein Schaufenster der Westmoderne gen Osten. Und nicht zuletzt wagte Hamburg 2013 mit der IBA den „Sprung über die Elbe“.

Über 100 Jahre IBA – Anlass genug für ein Ausstellungsprojekt. Die Wanderausstellung „IBA meets IBA“ wurde als Kooperationsprojekt der IBA Hamburg GmbH und des Museums für Architektur und Ingenieurkunst NRW entwickelt. An wechselnden Orten und mit wechselnden Partnern werden jene herausragenden Leistungen der Baukultur in den Mittelpunkt gerückt, die unter dem Titel und mit dem Anspruch einer internationalen Bauausstellung erbracht wurden. Sie fassten dabei die für die jeweilige Zeit drängenden Fragen auf und formulierten mit ihren Lösungen auch eine je eigene Sicht auf die Welt. Den 100jährigen Erfahrungsschatz internationaler Bauausstellungen ins Bewusstsein zu heben und zeitgemäß weiter zu entwickeln, ist Ziel des Projekts. Die Architekturgalerie am Weißenhof möchte mit der Übernahme dieser Ausstellung, die hier noch bis zum 22. November zu sehen ist, einen Diskurs zur zukünftigen Stadtentwicklung Stuttgarts anstoßen. (kb, 27.10.15)