Aufzug (Bild: CC0, via pxhere.com)

Im/Mobil

Will man sich als wahrer Connaisseur zu erkennen geben, sagt man nicht „Fahrstuhl“ (also ob Möbelstücke außerhalb von Loriot-Filmen in die Höhe steigen könnten), sondern „Aufzug“. Denn es gibt sie, die Expert:innen, die sich – völlig zu Recht – intensiv mit der Geschichte der technischen Anlagen beschäftigten, die Menschen und Güter nach oben und unten befördern können. Doch immer mehr dieser Kulturzeugnisse werden außer Dienst genommen. Die Gründe dafür reichen von Brandschutzauflagen über Sanierungsstau bis zu schlichtem Desinteresse. Doch damit droht auch eine ganze Schicht der modernen Technikgeschichte verloren zu gehen. Unter dem Titel „Aufzüge, Rolltreppen und Hebewerke“ veranstalten Robin Augenstein M. A. und Dr. Frank Schmitz von der Universität Hamburg daher am 20. November 2021 einen interdisziplinären Workshop.

Zu den vorgestellten Beiträgen zählen Fahrtreppen und Laufbänder in Frankfurt (Markus Dauss) und die Rolltreppe als Erlebnisraum im Nachkriegswien (Atreju Allahverdy). Hannah Wiemer wendet das Tagungsthema auf Hans Scharoun an, während René Hartmann zu Automobilaufzügen und automatisierten vertikalen Parksystemen referiert. Den Nachmittag eröffnet Robin Augenstein mit einem Überblick über „mobile Repräsentationsorte“, deren Erhaltungsstrategien auf dem folgenden Podium vertieft werden. In der anschließenden Sektion stehen der „Spiral Escalator“ (Ngoc Tram Vu) und die Seilbahnen bzw. -stationen der Tiroler Moderne (Klaus Tragbar) im Mittelpunkt. Nicht zuletzt widmet sich Leo Bockelmann dem Thema Schiffsfahrstuhl bzw. -hebewerk und Ines Maria-Theresa Lange referiert zu vertikalen und horizontalen Bewegungsachsen in der Metropole. Veranstaltungsort der Tagung ist die Universität Hamburg (Kunstgeschichtliches Seminar, Edmund-Siemers-Allee 1, Westflügel, Raum 221). Um Anmeldung wird gebeten unter: frank.schmitz@uni-hamburg.de. Es gelten die 3G-Regeln. (kb, 13.10.21)

Aufzug (Bild: CC0, via pxhere.com)