Serien eröffnen ein Spiel der Nuancen und Differenzen; der Redundanzen und Wiederholungen. Jede begonnene Serie lässt sich durch ähnliche Gegenstände erweitern. Gegenstände, die im Modus der Serialität erdacht, erzeugt, rezipiert oder konsumiert werden, verweisen stets auf verwandte Gegenstände der gleichen Serie. Doch was genau macht die Serie zur Serie? Welche Bedeutung hat Serialität für die Gestaltung unserer Alltagswelten und an welchen Stellen erlaubt die Serie individuelle Anpassungen. Die Ausstellung „Im Modus der Serie. Differenz, Variation und Wiederholung in Architektur und Design“ im Museum Angewandte Kunst (MAK) Frankfurt versucht bis 18. Oktober neue Zugänge zum Themenfeld der Serialität anbieten.
Während 20 Fallstudien von Studierenden der RWTH Aachen zu herausragenden Beispielen im Bauen anhand von Bildern, Plänen und Modellen zugänglich gemacht werden, zeigen sechs Studien von Studierenden der HfG Offenbach die Auseinandersetzung mit dem Thema im Bereich des Produkt-, Kommunikations- und Interieurdesigns. Sie erzählen über das Paradoxon der seriellen Handarbeit und die Möglichkeiten additiver Fertigung in der seriellen Rennradschuhproduktion, behandeln Referenzen im Interieurdesign und der Schriftgestaltung im „Neuen Frankfurt“ der 1920er Jahre oder lassen das Hangul – das Schriftsystem der koreanischen Sprache – als generatives System verstehen. Ab dem 12. August gibt es ein umfangreiches Begleitprogramm. (db, 28.7.26)
Marburg, Universität Lahnberge (Bild: Antilope05411, CC BY-SA 4.0)

