Die Ferdinand-von-Quast-Medaille, den Berliner Denkmalpreis, erhält in diesem Jahr der Humanistische Verband Berlin-Brandenburg KdöR (vertreten durch die Vorstandsvorsitzende Katrin Raczynski) für die denkmalgerechte Sanierung des ehemaligen Dienstgebäudes der Australischen Botschaft. Ebenso ausgezeichnet werden Dr. Dimitra Hoffmann und Prof. Dr. Friedrich Hoffmann, Eigentümer des Garten Allinger, für ihr Lebenswerk im Erhalt, der Pflege und der Vermittlung des Hausgartens ihres Anwesens in der Pacelliallee in Berlin-Dahlem. Der Architekt Gustav Allinger (1891-1974) gestaltete 1936/37 die Freifläche, die heutigen Besitzer haben den Garten in seiner ursprünglichen Form bewahrt und ihn fortlaufend restauriert. Jedes Jahr beim „Tag des Offenen Denkmals“ ist er zugänglich. Die Preisverleihung findet statt am Dienstag, den 25. November um 18.00 Uhr; Ort: Altes Stadthaus, Bärensaal, Klosterstr. 47, 10179 Berlin. Die Veranstaltung ist presseöffentlich, um Akkreditierung wird gebeten.

Für Modernisten noch spannender ist natürlich die 1973-75 errichtete ehemalige Australische Botschaft, die über mehrere Jahre saniert und zu einem zukunftsorientierten Bildungs- und Kita-Standort umgestaltet wurde. Das Gebäude an der Grabbeallee war Teil eines Investitionsprogrammes des VE Bau- und Montagekombinats Ingenieurhochbau Berlin zur Schaffung von Dienst- und Residenzgebäuden für ausländische Vertretungen in der DDR. Federführend war einst Horst Bauer (*1928) fürs Architektenkollektiv Botschaften und Residenzen Pankow. Nach der Schließung der Botschaft 1986 und mehreren Eigentümerwechseln wurde das Gebäude 2015 unter Denkmalschutz gestellt. 2017-2019 residierte hier das Atelierhaus Australische Botschaft (ost). Unter der Leitung des Humanistischen Verbandes Berlin-Brandenburg startete nach dessen Auszug die Instandsetzung, die bis Ende 2025 abgeschlossen sein soll. Vor allem die charakteristische Waschbetonplatten-Fassade war eine denkmalpflegerische Herausforderung, 80 Prozent der originalen Oberflächen aus Carraramarmorsplit blieben erhalten. Herausragendes Merkmal des Baus sind neben den gekachelten Treppenhäusern die Keramik-Strukturwände, die in der Werkstatt von Hedwig Bollhagen gefertigt wurden und als baubezogene Kunst die Fassade schmücken. (db, 18.11.25)

Berlin, Rückansicht der ehemaligen Australischen Botschaft (Bild: Landesdenkmalamt Berlin / Anne Herdin)

Berlin, Rückansicht der ehemaligen Australischen Botschaft (Bild: Landesdenkmalamt Berlin / Anne Herdin)

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