Seit knapp zwei Jahren führt der Lehrstuhl Denkmalpflege und Historische Bauforschung der RWTH Aachen in Austausch mit verschiedenen Institutionen und Abteilungen der Stadt Wuppertal ein Projekt in Lehre und Forschung zur Schwebebahn durch. Mit dem Fokus auf die Architektur der Schwebebahn-Anlagen sind dabei zahlreiche Exponate in Modellform entstanden. Fünf von ihnen präsentiert das Projektteam der RWTH Aachen nun in einer Ausstellung in Wuppertal-Barmen. Gezeigt werden Modelle von Schwebebahnstationen aus den Jahren 1901 bis 1993, die heute in dieser Form nicht mehr existieren. Ihnen werden in der Ausstellung fünf Entwurfs-Modelle aus dem Jahr 2026 im gleichen Maßstabe gegenübergestellt.
Zu sehen ist die Ausstellung bis zum 30. Juli im Lichthof des Barmer Rathauses zu den regulären Öffnungszeiten, der Eintritt ist frei. Sie ist Teil der Feierlichkeiten zum 125-jährigen Jubiläum der Schwebebahn – die technisch korrekt eigentlich die „Einschienige Hängebahn System Eugen Langen“ ist. Das Wahrzeichen der Stadt Wuppertal hat seinen Betrieb am 1. März 1901 aufgenommen – „ohne Sang und Klang“, wie die „Barmer Zeitung und Handelsblatt“ damals berichtete. Damals hieß sie noch „Schwebebahn Vohwinkel-Elberfeld-Barmen“, da die Stadt Wuppertal erst 1929 aus dem Zusammenschluss der heutigen Stadtteile entstanden ist. Heute ist die rund 13 Kilometer lange Bahn mit täglich mehr als 80.000 Fahrgästen das Herzstück des Nahverkehrs und eine Touristenattraktion. (db, 6.7.26)
Wuppertal, Schwebebahnstation Ohligsmühle (Bild: Im Fokus, CC BY-SA 4.0)

