Inge Werth, "Menschen - eine Retrospektive" (Bild: Inge Werth, Auszug aus dem Plakat zur Ausstellung)

Inge Werth – eine Retrospektive

Inge Werth – eine Retrospektive

Inge Werth, "Menschen - eine Retrospektive" (Bild: Inge Werth, Auszug aus dem Plakat zur Ausstellung)
Inge Werth, „Menschen – eine Retrospektive“ (Bild: Inge Werth, Ausstellungsplakat)

Inge Werth gilt als ebenso unermüdliche wie unbestechliche Chronistin der 1960er und 1970er Jahre. Geboren wurde sie im pommerschen Stettin. Nach dem Krieg kam sie über Hamburg nach Frankfurt am Main, wo sie zunächst im Kunsthandel tätig war, bevor sie 1963 die Fotografie für sich entdeckte. Sie arbeitet frei für Magazine, Zeitschriften, Verbände, Gewerkschaften, für den Hessischen Rundfunk und die Evangelische Kirche. Auch das Coverfoto der letzten Ton Steine Scherben-Schallplatte von 1983 stammt von ihr.

Die Brüche und Umbrüche, die mentalen und manchmal auch handfesten Auseinandersetzungen der 60er und 70er Jahre erlebte sie 1968 hautnah in Frankfurt und Paris. Hinzu kamen Fotoreisen – erwähnt seien nur Ost-Berlin, Israel, Spanien, Haiti, USA, England, Jordanien und Moskau. Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland, Preise und Anerkennung würdigten bereits ihre Arbeit. Im Mittelpunkt der neuen Ausstellung „Menschen – eine Retrospektive“, die noch bis zum 9. Juli im Frankfurter „Bilderhaus gezeigt wird, stehen gesellschaftspolitische und kulturelle Ereignisse in Frankfurt der 60er und 70er Jahre. Einen zweiten Schwerpunkt bilden Porträts bekannter Persönlichkeiten aus dem kulturellen, wissenschaftlichen und politischen Leben jener Zeit. Drittens sind Fotos von Menschen oft am Rande der Gesellschaft zu sehen, denen Inge Werth in Deutschland und auf ihren Auslandsreisen begegnete. (kb, 27.6.16)