Internationale Anerkennung fürs ICC

Das Berliner ICC schließt seine Pforten (Bild: Avantique)
Fachleute fordern erneut: Denkmalschutz für das Internationale Congress Centrum (ICC) in Berlin (Bild: Avantique)

Heute, am Tag des offenen Denkmals, veröffentlichte der Internationale Denkmalrat (dessen für das Erbe des 20. Jahrhunderts zuständige Expertengremium ISC20C) eine Forderung nach Denkmaleintragung für das ICC. Die Präsidentin von ISC20C appelliert in ihrem Briefe an Michael Müller, Ralf Wieland (Präsident des Abgeordnetenhauses) und Peter Zühlsdorff (Aufsichtsratsvorsitzender der Messe Berlin), das Gebäude unter Denkmalschutz zu stellen. Das ICC, dessen Anfänge bis in die 1960er Jahre zurückreichen, wurde – nach Plänen der Architekten Ralf Schüler und Ursulina Schüler-Witte errichtet – 1979 eingeweiht.

Aktuell befindet sich die Anlage im funktionalen Umbruch. Dabei verdient das monumentale Gesamtkunstwerk, wie es Kerstin Wittmann-Englert in ihrem Leitartikel zum moderneREGIONAL-Sommerheft 2014 ausdrückte, besondere Fürsorge: „Der Ruf nach Denkmaleintragung, getragen von Institutionen wie der Vereinigung der Landesdenkmalpfleger, der Architektenkammer Berlin und dem Landesdenkmalrat Berlin, wird immer lauter. Ihm sollte man folgen, denn das ICC ist […] als Unikat ein über alle Maßen gelungenes Zusammenspiel von zeitgemäßer Konstruktion und Materialität, gestalterischer Qualität, baukünstlerischem Ausdruck und erwiesener Funktionalität.“ Bereits die ICOMOS Generalversammlung in Florenz hatte sich im November 2014 für das ICC stark gemacht, wie der ICOMOS-Präsidenten Gustavo Araoz in seinem Schreiben an den Regierenden Bürgermeister von Berlin unterstrich. (kb, 13.9.15)