Irritationen um Neckermann-Zentrale

Eiermann-Bau mit ungewisser Zukunft: Die ehemalige Neckermann-Zentrale in Frankfurt/M. (Bild: Arch2all)
Eiermann-Bau mit ungewisser Zukunft: die ehemalige Neckermann-Zentrale in Frankfurt/Main (Bild: Arch2all)

Seit 2012 steht die ehemalige Neckermann-Zentrale in Frankfurt am Main leer. Die Gebäude auf dem 17 Hektar großen Areal wurden 1960 nach Plänen von Egon Eiermann errichtet und stehen unter Denkmalschutz. Dies scheint den neuen Eigentümer, die türkische „Servet GYO“, jedoch wenig zu interessieren. Bislang ist auf dem größtenteils brachliegendem Gelände nichts passiert. Ende Mai 2014 verweigerte schließlich der Wachdienst einer Architekten-Delegation der Egon-Eiermann-Gesellschaft recht robust den Zutritt zu den Gebäuden. Eine schriftliche Zusage zur Besichtigung wurde seitens der Eigentümer kurzfristig widerrufen.

Andrea Hampel, Leiterin des Frankfurter Denkmalamts, bezeichnet die Situation gegenüber der Frankfurter Rundschau als „absolut besorgniserregend“. Während das Hauptgebäude langsam verfalle, zeige der Besitzer „nicht eine Idee“ für die Zukunft des Geländes und auch kein Verständnis für Belange des Denkmalschutzes. Zur Gruppe der hinauskomplementierten Architekten gehörten unter anderem Wolfgang Voegele sowie der Schweizer Ard Bosenius. Er arbeitet gerade an einer Dissertation über die Neckermann-Gebäude. Laut Voegele verlange der Grundstücksbesitzer „Servet Gyo“ Einsicht in Bosenius‘ Forschungsarbeit … (db, 1.6.14)