Ist das „Minsk“ noch zu retten?

Potsdam, Restaurant Minsk (Bild: historische Postkarte, nach 1977)
Das Terrassenrestaurant „Minsk“ am Potsdamer Brauhausberg (Bild: hist. Postkarte, nach 1977)

Es sieht wohl düster aus für das „Minsk“ – das zumindest meldet „Potsdamer Neueste Nachrichten“ (PNN) heute: Das moderne Terrassenrestaurant wurde 1977 – zum 60. Jahrestag der Oktoberrevolution – am Potsdamer Brauhausberg eröffnet. Mit dem gestaffelten Flachdachbau ergänzte der Architekt Karl-Heinz Birkholz (mit Wolfgang Müller) die ebenfalls von ihm geplante geschwungene Schwimmhalle aus dem Jahr 1971. Die moderne Anlage befindet sich aktuell im Umbruch: Auf dem Gelände sollen eine neue Schwimmhalle und „Stadtvillen“ entstehen.

Die Initiative „Pro Brauhausberg“ engagierte sich 2011 verstärkt für den Erhalt und eine Unterschutzstellung des gesamten DDR-Ensembles. Der Landessportbund Brandenburg plante, das ehemalige Restaurant zur „bewegungs- und gesundheitsorientierte[n] Kindertagesstätte“ umzugestalten – und hat sein Kaufangebot an die Stadtwerke Potsdam jüngst erst erhöht. Nun steht der Vorwurf von „Pro Brauhausberg“ im Raum, die Stadt wolle die Kita-Pläne mangels Bedarf nicht unterstützen. Die Stadt hält, so PNN, heute dagegen: Ein endgültige Entscheidung sei noch nicht getroffen, aber einen Bedarf für diese Kita gebe es wirklich nicht … (kb, 22.1.15)