"Ist das Stadt oder kann das weg" (Bild: Musenkuss Potsdam)

Ist das Stadt oder kann das weg?

Ist das Stadt oder kann das weg?

"Ist das Stadt oder kann das weg" (Bild: Musenkuss Potsdam)
Der Zettel zeigt – in Anspielung auf das surrealistische Pfeifenbild von René Magritte – übersetzt: „Das ist kein Käse.“ (Bild: Musenkuss Potsdam)

Die Debatte um das „Neugestalten“ oder „Neudenken“ der Potsdamer Mitte ist bekannt – und wird aktuell per Bürgerbegehren ausgetragen. Nun nähert sich ein Ausstellungsprojekt der Frage, wie mit dem ostmodernen Erbe der Stadt umzugehen ist, auf kreative Weise. Unter dem schönen Titel „Ist das Stadt oder kann das weg? Zum Innehalten in der Stadtmitte Potsdams“ will es das fünfköpfige Kuratorenteam „neudeuter“ aus Berlin, Potsdam und Argentinien möglich machen, „am Ort der anstehenden Veränderungen in neue Blickwinkel einzutauchen“.

12 Potsdamer sind gebeten, aus einem Stück Beton des ostmodernen Fachhochschulgebäudes ihr eigenes Kunstwerk zu schaffen. Bei ihrem Treiben und Tun filmen sich die Akteure und diese Sequenzen werden in der Ausstellung zu sehen sein. Ob sie den Beton bebrüten, besingen, an die Wand werfen oder zerreiben, bleibt jedem selbst überlassen. In den Werkstätten, zu denen „Potsdamer Mitte neu denken“ eingeladen hatte, wurden Bürger gebeten, ihr Vorstellungen in Bilder umzusetzen. Das Projekt kann am 28. und 29. Mai 2016 im Schaufenster der ehemaligen Fachhochschule im ZEM (Brandenburgisches Zentrum für Medienwissenschaften, hinterm Stadtschloss/Neuer Landtag, Friedrich-Ebert-Straße 4, Potsdam) bestaunt werden. (kb, 22.5.16)