Bologna, Seminario dei Padri Passionisti, Glauco Gresleri, Nevio Parmeggiani, Umberto Daini, 1958-64, unvollendet (Bild: trevor.patt, CC BY NC SA 2.0)

Italien ruft

Glauco Gresleri (1930-2016) ist es zu verdanken, dass Bologna in der Nachkriegsmoderne ganz vorne mitspielte: Immerhin finden sich hier Meisterwerke von Alvar Aalto, Le Corbusier und Kenzo Tange. In Zusammenarbeit mit Kardinal Lercaro, das Ufficio Nuove Chiese in Bologna leitend, verstand der Architekt, Autor und Herausgeber Gresleri alle Räume als symbolische Räume. So schuf er im Kirchenbau frei ein- und ausschwingende Grundrisse und liturgische Raumordnungen im Sinn des Zweiten Vatikanischen Reformkonzils.

Vor diesem Hintergrund will die Tagung „in_bo“ – unter der Leitung von Luigi Bartolomei (Università di Bologna), Sofia Nannini (Politecnico di Torino) und Marianna Gaetani (Politecnico di Torino) – Ende Mai 2019 neue Forschungen rund um das Werk von Glauco Gresleri zusammenbringen: zwischen Design und Baukunst, zwischen Konstruktion, Ausstattung und symbolischer Deutungsebene. Noch werden Beiträge gesucht für das „Travelling Symposium“ zwischen den Werken Gresleris in der Umgebung der Stadt Pordenone. Und, die Sache eilt: Vorschläge – in einer Länge von 3.000 bis 4.000 Zeichen inkl. Leerzeichen – auf den Call for Papers werden nur noch bis zum 31. Juli 2018 entgegengenommen unter: in_bo@unibo.it. (kb, 26.7.18)

Bologna, Seminario dei Padri Passionisti, Glauco Gresleri, Nevio Parmeggiani, Umberto Daini, 1958-64, unvollendet (Bild: trevor.patt, CC BY NC SA 2.0)