Livorno, Synagoge (Bild: Luca Aless, CC BY SA 3.0, 2014)

Wenn die Italiener mit den Briten …

In Zeiten, in denen die Europäer mit- und gegeneinander über dem Brexis brüten, lohnt ein Blick auf das Verbindende – auf die kulturellen Stränge, die England nach dem Zweiten Weltkrieg mit dem Kontinent verbunden haben. So hat es sich die internationale Konferenz „Italy and the UK: postwar architecture“ vorgenommen, die vom 27. bis 28. November 2019 in Rom/Florenz stattfinden soll: Im Mittelpunkt steht der intellektuelle und kulturelle Austausch zwischen britischen und italienische Architekten, Städteplanern und Architekturhistorikern in der Nachkriegszeit.

Zwischen 1945 und 1975 erfuhren beide Länder einen radikalen Wandel ihrer Städte. Italien baute sich von Faschismus und Monarchie hin einer Republik. Und in England leitete die Zeit der Rekonstruktion über zum Wohlfahrtsstaat. In anderen europäischen Ländern wie Deutschland hatte man den Kampf für modernes Bauen bereits im frühen 20. Jahrhundert geführt. Nun traten jungen britische und italienische Architekten in einer Wachstumsperiode mit einem eigenständigen, durchaus kritischen Ansatz in den Blickpunkt einer internationalen Öffentlichkeit. Für die Tagung werden noch Themenvorschläge zu diesem besonderen italienisch-britischen Wechselspiel gesucht. Vorschläge – 1 Titel, 1 Abstract (300 Worte), 5 Schlagworte, 1 kurzer Lebenslauf (100 Worte) in einem Dokument – sind willkommen bis zum 15. Februar 2019 unter: lorenzo.ciccarelli@unifi.it. (kb, 16.12.18)

Livorno, Synagoge (Angelo di Castro, 1962) (Bild: Luca Aless, CC BY SA 3.0, 2014)