Eines der stadtbildprägenden Mannheimer Bauwerke ist der knapp 218 Meter hohe Fernmeldeturm. Errichtet wurde er 1973-75 nach Plänen des Büros Heinle, Wischer und Partner, die Eröffnung fand zur Bundesgartenschau 1975 statt. Der Turm dient der Versorgung der TV-, Funk- und Fernmeldedienste im Raum Mannheim, zudem befindet sich in der Kanzel ein Restaurant. Seine heutige Höhe erhielt er im Jahr 2016 nach der Aufstockung der Antenne. Bis zur Inbetriebnahme des TK-Elevator-Testturms in Rottweil 2018 war er das höchste Gebäude Baden Württembergs. Seit Anfang 2025 steht der Fernmeldeturm Mannheim zudem unter Denkmalschutz – die Stadt ist hierüber nicht uneingeschränkt glücklich, stehen doch Sanierungsarbeiten in Höhe eines zweistelligen Millionenbetrags an.

Wer jetzt nochmal weit über den Dächern Mannheims dinieren möchte, muss sich beeilen. Das Restaurant „Skyline“ in der sich drehenden Turmkanzel wird wohl zum 28. Dezember nach 33 Jahren schließen: Die Stadtpark Mannheim gGmbH hat den Pachtvertrag für den außergewöhnlichsten Gastronomiebetrieb nicht verlängert. Die Stadtpark GmbH hat die Sanierungskosten auf 12 bis 15 Millionen Euro beziffert, die ohne Zuschüsse der Stadt kaum zu stemmen sind. Mannheim selbst kämpft jedoch auch mit einem massiven Haushaltsloch, sodass die Zukunft des Fernmeldeturmstrotz Denkmalschutz gerade ziemlich offen ist. Mahnendes Beispiel darf hier der Frankfurter Fernsehturm sein, der bereits seit über 25 Jahren für die Öffentlichkeit gesperrt ist. Es wäre schade, wenn Mannheim dasselbe blüht. (db, 3.12.25)

Mannheim, Fernmeldeturm bei der BUGA 2023 (Bild: Ahmet Düz, CC BY-SA 4.0)

Mannheim, Fernmeldeturm bei der BUGA 2023 (Bild: Ahmet Düz, CC BY-SA 4.0)

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